Richtlinien für die Antragstellung

Die Edmund Siemers-Stiftung ist in erster Linie eine operative Stiftung, d.h. sie führt eigene Projekte durch. Daneben fördert sie in beschränktem Umfang auch Drittprojekte im Rahmen der in § 2 ihrer Satzung genannten Schwerpunktbereiche.
Diese sind:

  1. Bildung und Erziehung, insbesondere im Hinblick auf den europäischen Integrationsprozess
  2. Integration gesellschaftlicher Randgruppen im Rahmen der Gemeinwesen- und Jugendarbeit
  3. Natur- und Gewässerschutz, insbesondere durch Renaturierung von Fließgewässern und Feuchtgebieten

Die zu fördernden Fremdprojekte sollen i.d.R. einen direkten oder indirekten Bezug zur Freien und Hansestadt Hamburg haben.
   
In der Regel erfolgt keine Ersatzfinanzierung für ausgefallene oder reduzierte öffentliche Förderung sondern eine Startfinanzierung mit der Maßgabe der Einwerbung ergänzender Mittel von dritter Seite.

Die Fördermittel werden an wissenschaftliche oder gemeinnützige Einrichtungen für konkrete Projekte vergeben. Die bewilligten Mittel sind weder an Haushaltsjahre gebunden, noch verfallen sie am Schluss eines Kalenderjahres.

Prinzipiell sind Anträge aus dem Ausland inländischen Anträgen gleichgestellt. Voraussetzung für die Bearbeitung von ausländischen Anträgen ist jedoch, dass sie eine Kooperation mit der Stiftung selbst oder mit wissenschaftlichen oder gemeinnützigen Einrichtungen in Deutschland vorsehen. Hierüber sind konkrete Angaben zu machen. Entsprechende Kooperationsabsprachen müssen vor der Antragstellung getroffen worden sein.

Anträge auf Projektförderung können schriftlich jederzeit ohne weitere Formerfordernisse an die Geschäftsstelle der Stiftung gerichtet werden.

Ein Antrag sollte folgende Informationen nennen:
  • Kurze, möglichst aussagefähige Bezeichnung des Vorhabens
  • Zusammenfassung (1 bis 2 Seiten); bei Anträgen mit Auslandsbezug zusätzlich auch in englischer Sprache
  • Ausführliche Darstellung (Begründung und Zielsetzung, Methoden, ggf. Hypothesen)
  • Erwartete Ergebnisse gegebenenfalls in Bezug zum gegenwärtigen Forschungsstand
  • Bereits geleistete Vorarbeiten zum Thema
  • Name, Ausbildung, Arbeitsbereich und eventuelle projektbezogene Erfahrungen der am Projekt maßgeblich Beteiligten
  • ggf. Angaben zu beabsichtigter wissenschaftlicher Kooperation
  • Durchführungsplan mit Angaben zum zeitlichen Ablauf
  • Kostenplan
  • Angaben über Vorlage dieses Antrags oder thematisch verwandter Anträge bei anderen Förderinstitutionen
  • Bezeichnung des vorgesehenen Bewilligungsempfängers

Die Stiftung kann Fördermittel nur an juristische Personen, wissenschaftliche oder gemeinnützige Institutionen oder gleichgestellte Antragsteller vergeben. Für eine Antragstellung sind Angaben zu Rechtsform, Satzung, Besetzung der Organe und Gremien, Gemeinnützigkeit, Etatgestaltung und Haushaltsprüfung der zu fördernden Einrichtungen notwendig. Bei Anträgen aus dem unmittelbaren Hochschulbereich, der Max-Planck-Gesellschaft oder sonstigen der Stiftung gut bekannten Einrichtungen erübrigen sich diese Angaben.

Der Kostenplan sollte nach folgenden Positionen gegliedert sein:

  • Laufende Sachmittel
  • Reisekosten
  • Sonstige laufende Sachkosten (z.B. Verbrauchsmaterial)
  • Einmalige Sachmittel
  • Geräte
  • Sonstige einmalige Beschaffungen (z.B. Literatur, Baumittel).
Zuschüsse zu Personalmitteln können nur in Ausnahmefällen gewährt werden.

In jedem Fall sollten die einzelnen Positionen - auch im Verhältnis zur vorhandenen Ausstattung - beziffert und begründet werden.

Im Projektantrag sollte die gesamte geplante Laufzeit des Projektes angesetzt und im Arbeits- und Kostenplan berücksichtigt werden. Eine vorherige Abstimmung des Antragstellers mit der Stiftung hinsichtlich der Detailliertheit des Arbeits- und Kostenplans ist empfehlenswert.

Die bei der Stiftung eingehenden Anträge werden vom Stiftungsvorstand geprüft und bei Bedarf - entsprechend den Erfordernissen der einzelnen Anträge - in Gutachtergesprächen und Arbeitskreisen mit externen Fachleuten diskutiert, bevor sie dem zweimal jährlich (i.d.R. im Mai und November) tagenden Stiftungsrat zur Entscheidung vorgelegt werden.

Die Stiftung unterliegt nicht der Verpflichtung, ihre Entscheidungen zu begründen.

Im Rahmen der Antrags- und Projektbearbeitung anfallende Daten werden von der Stiftung in Übereinstimmung mit dem Datenschutzgesetz gespeichert.