wird von der Edmund Siemers-Stiftung unterstützt und stellt sich vor:
„Gefangene helfen e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich aus ehemaligen Inhaftierten, Pädagogen, Therapeuten und Unternehmern 2016 gegründet hat. Ziel der Vereinsarbeit ist es, insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für die Folgen kriminellen Handelns zu sensibilisieren und durch gezielte Bewusstseinsbildung Straftaten, Gewalt und Mobbing vorzubeugen. Anhand persönlicher Erfahrungsberichte der Coaches werden die Auswirkungen und Konsequenzen des eigenen Handelns für die Jugendlichen nachvollziehbar und greifbar dargestellt. Dabei werden insbesondere jene Folgen thematisiert, die häufig erst erkannt werden, wenn es bereits zu spät ist, weil sie im Vorfeld nicht bedacht wurden.
Im Zentrum der Arbeit stehen Präventionsprogramme, die darauf abzielen, junge Menschen für die Konsequenzen von Gewalt, Drogenmissbrauch, Mobbing und kriminellem Verhalten zu sensibilisieren. Ein Baustein hierfür bildet die Durchführung von Präventionsunterricht an Schulen und in Jugendhilfeeinrichtungen für verschiedene Altersklassen. Thematisiert werden in den einzelnen Themenkomplexen beispielsweise Freundschaft, Sucht oder Gewalt und Mobbing, welche verständlich und alltagsnah, unter anderem mittels Rollenspiele, vermittelt werden. Im Vordergrund stehen je nach Themenkomplex die Opferperspektive und damit verbunden Fähigkeiten wie Empathie und Rücksichtnahme oder die Vermittlung grundlegender juristischer Kenntnisse, zum Beispiel ein Verständnis dafür, was unter den Begriff der „Waffe“ fällt und wann welche Art der Verteidigung eingesetzt werden darf und welche Grenzen die Verteidigung aufweist, um nicht zu einem Angriff zu werden.
Neben der Durchführung von klassischen Unterrichtseinheiten bildet das sozialfördernde Boxen für Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 21 Jahren den zweiten großen Baustein der Präventionsarbeit. Durch das Training werden sportliche Aktivität und die Vermittlung sozialer Kompetenzen kombiniert und hierdurch Stress, Druck und Aggressionen abgebaut sowie die Frustrationstoleranz der teilnehmenden Jugendlichen erhöht. Es fördert zudem das Selbstvertrauen, die Disziplin und die Selbstkontrolle und vermittelt grundlegende Werte wie Fairness und Respekt.
Mit jährlich rund 1.600 erreichten Schülerinnen und Schülern in Hamburg und Schleswig-Holstein leistet „Gefangene helfen e.V.“ einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung junger Menschen für die Themen Gewalt und Kriminalität. Besonders die langfristige Begleitung, etwa von der 6. bis zur 9. Klasse, erweist sich als sehr effektiv und nachhaltig wirkungsvoll. Die positiven Rückmeldungen zu den Programmen verdeutlichen nicht nur deren Wirksamkeit, sondern auch den hohen Bedarf an Kriminalitäts- und Gewaltpräventionsarbeit für Kinder und Jugendliche.

Kurzbericht zum Landschaftspark Schmokbachtal/Neddernhof 2025
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Juristin Manuela Niehaus erhält den Werner-von-Melle-Preis 2025
Die Juristin Dr. Manuela Niehaus wird mit dem Werner-von-Melle-Preis 2025 für ihre Forschungen über die Rolle nicht-staatlicher Akteure im internationalen Klimarecht ausgezeichnet. Ihre Studie Global Climate Constitutionalism „from below“, The Role of Climate Change Litigation for International Climate Lawmaking weist dazu neue Wege. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung und der Edmund Siemers-Stiftung wurde am 17. Dezember 2025 in der Handelskammer Hamburg verliehen. Die Stiftung zeichnet damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die an der Universität Hamburg eine hervorragende Dissertation zu einem gesellschaftlich bedeutsamen Thema verfasst haben. Anlässlich der Ehrung sprachen Dr. Miriam Putz, Leiterin des Geschäftsbereichs Innovation und neue Märkte der Handelskammer, die Vizepräsidentin der Universität Hamburg Prof. Dr. Natalia Filatkina sowie Dr. Ekkehard Nümann, Präsident der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Markus Kotzur von der Universität Hamburg.
Wir gratulieren Frau Dr. Niehaus sehr herzlich für Ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit.
Zur Preisträgerin
Manuela Niehaus (*1989) studierte Rechtswissenschaft in Münster und Rio de Janeiro. Ihre Dissertation Global Climate Constitutionalism „from below“. The Role of Climate Change Litigation for International Climate Lawmaking untersucht juristische Instrumente gegen die Klimakrise. Sie entstand im Rahmen eines Joint PhD-Programms der Universität Hamburg und der Macquarie University (Sydney). Derzeit ist Niehaus Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Habilitandin an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Dort arbeitet sie an ihrer Habilitation über das „Recht auf Heimat“ – und wie es aufgrund zunehmender Veränderungen durch Umweltkatastrophen und Klimawandel verletzt wird und geschützt werden muss.
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Abschlussbericht von Oliwia Gil von Arsenii Belousov | Nov. 12, 2024 | Abschlussbericht Die letzten Wochen und Tage vor meiner Reise nach Deutschland vergingen für mich sehr schnell. Man will doch noch allen, die einem am Herzen liegen, nochmal einen Besuch abstatten,...
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Ausschreibung der Edmund Siemers-Stiftung für den Corona Fonds 2020 Die Edmund Siemers-Stiftung schüttet ab Juli 2020 im Rahmen eines speziellen Corona Fonds bis zu 100.000 Euro aus, um viele Direktbetroffene unterstützen zu können, die der Corona-Pandemie wegen in...
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