Kurzbericht zum Landschaftspark Schmokbachtal/Neddernhof 2025
Oberlauf
Im verbreiterten stark vom Dornfarn beherrschten Abschnitts vor der sogn. „Furt“ wurde es nötig, den rund 25 Stauden des seltenen Rippenfarns (Foto) Luft zu verschaffen. Einige Dutzend Stauden vom Gem. Dornfarn wurden entfernt. Daneben wieder aufkommende Jungfichten in der nördl. Hanglage und einige Späte Traubenkirschen. Dieser Abschnitt des Baches hat in 2025 kein fließendes Wasser erlebt.
Renaturierter Bachlauf bis zum K-Teich (ehemals Hildebrand-Teich)
Die sich auf beiden Seiten des Baches in langsamer aber dynamischer Sukzession befindlichen Hochstaudenfluren bieten weiterhin positive Wildwuchsnischen. Allein die partiellen Binsenaspekte, vor allem auf der rechten Uferseite vor dem Teich, bereiten Mühe bei der Eindämmung, die bei der Spitzblütigen Binse (die sich seit Jahren massiv vegetativ über Rhizome ausbreitet) noch nicht gelingen will. Mehrfachmahd im Jahr zeigt noch keine deutlichen Effekte.
Wurzelbrut und Anflug-Jungwuchs der Zitterpappel wurden im linken Auebereich mit Wurzeln entfernt. Im Bachbett lief schon Wasser zusammen, aber nur mäßig und im oberen Abschnitt blieb es trocken. Im breiten Mündungsbereich des Baches in den K-Teich hat sich eine typische Hochstaudenflur der nassen Auenlandschaft entwickelt mit Schilf, Großseggen u. Simsen! Sie geht nahtlos in den sehr vielseitigen Verlandungsgürtel des Teiches über und überraschte in 2025 mit Nestbau und erfolgreicher Brut eines Kranichpaares!!
K-Teich
Dieses sanft durchströmte, Quell- u. Stillgewässer zeigt seit Jahren zu beobachtende hochinteressante abwechslungsreiche Uferverlandung, auf dessen Ostseite der kleine Moorlilienbestand weiter zugenommen hat mit reicher Blüte. Am Nordufer des Teiches wurden Anfluggehölze und Binsen gemäht. Der K-Teich (ehemals Hildebrand-Teich) mit Blick auf das Ostufer.
Zu weiteren naturbelassenen und naturnahen Flächen des Landschaftsparks
Der abgängige Eisvogelkasten wurde am Hausteich entfernt und durch einen neuen auf stabilem Trägersystem ersetzt unter weitgehender Verwendung des Lehms vom alten Kasten. Im zweiten Kasten muss eine erfolgreiche Brut durchgekommen sein, denn reiches Grätenmaterial aus den Gewöllrückständen der Jungvögel konnte mit „Spezialwerkzeug“ geborgen und begutachtet werden. Bau und Aufstellung eines neuen Eisvogelkastens durch den AKN.
Autor: Reinhard Kempe
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