Bäche und kleine Flüsse sind auch heute trotz der Erfolge der Abwasserreinigung noch weit von einem guten Zustand entfernt. Häufig genug sind die Anforderungen des standorttypischen Lebensraums nicht erfüllt. Dabei kommt gerade den kleinen Gewässerläufen, den „Kinderstuben“ der größeren, eine besondere Bedeutung zu, da sie bis zu 80 % der Fließstrecken im Einzugsgebiet inne haben.
Allgemein anerkannt ist inzwischen, dass die Gewässermorphologie hin zu natürlichen Strukturen entwickelt werden muss und dass das gesamte Einzugsgebiet des jeweiligen Fließgewässers einzubeziehen ist, um nachhaltige Erfolge zu erzielen. Insbesondere die nicht angepasste Landnutzung und harte Gewässerunterhaltung müssen umgestellt werden, zumal damit in der Regel auch ökonomische Verbesserungen eintreten.
In vielen Situationen müssen wir zuerst einmal „Sehen lernen“, um das Problem vor Ort zu erkennen. Herzlichen Dank an die Edmund Siemers-Stiftung für die 30-jährige Unterstützung unterschiedlichster Projekte.
Autor: Dr. Ludwig Tent, Wedel
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